So sieht er aus - frisch gedruckt im Februar

mein neuer Roman "und dann war da Chiara" 
im draupadi Verlag 
Ein literarischer Kurzroman - slim Paperback - über Spiritualität, Sinnsuche und den Mut zum Loslassen.  

 

Rezensionen

Buchtipp der Woche: "...und dann war da Chiara" von Kristin Wolz                                                                                                           aus: Lesezeichen Mannheim. Newsletter vom 1.März 2026

… und dann war da Chiara“ – aber da ist auch Klara: eine junge Frau, Anfang 30, mit einem Lebensweg, wie er nicht perfekter und strahlender erscheinen könnte: jung, gut aussehend, Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen, gute Stelle in einer Kinderklinik, verheiratet mit der Jugendliebe, Haus mit Garten, Auto, schöne Reisen. Und doch fällt sie plötzlich in eine große Lebenskrise. Eine Affäre ihres Mannes mit ihrer besten Freundin und Long-Covid sind die äußeren Auslöser. Aber ist da vielleicht noch mehr? 

Auf einer Italienreise, mit ihrem Mann Klaus, die eigentlich das entfremdete Ehepaar wieder näher zusammen bringen soll, hat Klara in Assisi eine mystische Begegnung. Oder ist es eher eine Erscheinung? Auf alle Fälle fühlt sie, wie die Heilige Chiara, die Heilige Klara von Assisi, in ihr Leben tritt. Von diesem Moment an sucht sie immer wieder den Dialog mit der Frau, die vor 800 Jahren eine enge Gefährtin des Heiligen Franziskus war und als Gründerin des Klarissenordens in die Kirchengeschichte einging. Immer wieder erscheint die Heilige ihrer heutigen Namenskollegin, manche Antwort auf lange gestellte Fragen ergibt sich aus der inneren Zwiesprache. 

Kristin Wolz gelingt es in ihrem Roman auf wenigen Seiten ganz unterschiedliche Themen miteinander zu verknüpfen und führt dabei zurück in vergangene Jahrhunderte, dringt dabei auch weit in philosophische Bereiche vor. Sie selbst sagt über dieses Buch, sie wollte der Frage nachspüren, welche Bedeutung Heilige heute noch für unser Leben haben können. Eigentlich geht sie aber noch einen Schritt weiter: sie legt schonungslos offen, wie schnell die reine Orientierung eines Lebens an Erfolg und äußeren Werten in eine Leere führen kann, die eine spirituelle Sinnsuche geradezu erzwingt. 

Daneben gelingt der Autorin auch das Portrait einer starken Frau, die vor 800 Jahren lebte und so gar nicht dem Bild entspricht, das man sich von der Frau im 13. Jahrhundert macht. Sie zeichnet das Bild einer Frau, die durch radikalen Bruch mit Konventionen und gegen alle Widerstände ihren Idealen folgt und damit zum Vorbild für veränderungswillige Frauen in den folgenden Jahrhunderten wurde. Die aber in ihrer Konsequenz und Radikalität sicher auch manche Frau entmutigte. Auch Klara kommt zu dem Punkt, an dem sie feststellt, dass sie solche radikalen Brüche wohl nicht durchstehen könnte. Aber muss sie dies auch um zu den Veränderungen zu kommen, die ihr Leben braucht? Wohl nicht. Und dies ist eine sehr tröstliche Botschaft dieses Buches. 

Viele von Ihnen kennen Kristin Wolz vermutlich eher als Lyrikerin oder als rührige Kulturmanagerin, die sich große Verdienste um die literarische Veranstaltungen in Ladenburg und als langjährige Vorsitzende des Literarischen Zentrums Rhein-Neckar e.V. Die Räuber ’77 erworben hat. Immer wieder berichteten wir darüber auch in diesem Newsletter. „… und dann war da Chiara“ ist eine gute Gelegenheit, sie auch als Prosaautorin kennenzulernen. 


 

AKTUELLES

Terminvorschau (Ausschnitte) auf 2026 

 

19.3.   Schreibwerkstatt H59 Ladenburg

25.3.     Schreib-Workshop VHS Weinheim

27.3.    Lesung "Lisas Labyrinth" im Sitzungssaal des     Ilvesheimer Rathaus

22.4.    Workshop VHS Weinheim

7.5.      Lesung "Chiara" in Viernheim

20.5.     Workshop VHS in Weinheim

21.5.     Lesung "Chiara" in der GEDOK Galerie HD  

2.7. - 5.7. Ladenburger Literaturtage

 

 

Schreibwerkstatt "vielerorts"

Ltg. Kristin Wolz

Wann? Donnerstag, den 19.3.2026  ·  Wo? Hauptstr. 59, Ladenburg 
Anmeldung unter h59@gmail.com

Thema: „Wurzel/wurzeln"

Was gibt uns Halt? Woher kommen wir? Was nährt uns, trägt uns, verbindet uns – sichtbar oder verborgen?

Ausgehend von diesem Bild begeben wir uns schreibend auf Spurensuche: mit kleinen Impulsen, Zeit zum freien Schreiben, Austausch in geschützter Atmosphäre und Raum für eigene Gedanken, Erinnerungen und Texte.

Vorkenntnisse braucht es keine – nur Neugier, Lust am Schreiben und die Bereitschaft, sich auf innere Bilder einzulassen. Ob kurze Texte, poetische Skizzen oder persönliche Geschichten entstehen: Alles darf, nichts muss.

Mitbringen: Schreibzeug / Lieblingsstift (und gerne ein kleines Erinnerungsobjekt, falls vorhanden). Getränke und Knabberzeug dürfen auch sein, sowie eine kleine Spende.

Wenn ihr teilnehmen möchtet, meldet euch bitte kurz bei mir zurück.

Herzliche Einladung!

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