https://www.eine-welt-shop.de/?sPartner=wolzwebkatalogfairfood0020 τ Franziskanisches | wolzArt | Dr. Herbert Wolz

τ Franziskanisches


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58. Nachlese des offenen franziskanischen Treffens am 12.6. 2021

wir haben uns LIVE getroffen!

Thema: Kirchenasyl – eine Gewissensentscheidung

I

In vielen Abschnitten schreibt Papst Franziskus in „Fratelli tutti“  über die Nächstenliebe, so auch in 186:

 

       „Ein ebenso unverzichtbarer Akt der der Liebe ist das Engagement, das darauf ausgerichtet ist, die   Gesellschaft so zu organisieren und zu strukturieren, dass der Nächste nicht im Elend leben muss.“

 

Kirchenasyl ist eine Schnittstelle zwischen Kirche und Staat.

Dazu aus https://www.kirche-und-leben.de/artikel/was-bedeutet-kirchenasyl

       „Wer heute in der Bundesrepublik Kirchenasyl gewährt, verstößt nach einhelliger Rechtsauffassung    gegen das Gesetz. Die örtlichen Behörden können Flüchtlinge aus Gemeinderäumen und Kirchen holen     lassen, haben dies aber bislang so gut wie nie getan.

       Nach Angabe der ökumenischen Arbeitsgemeinschaft „Asyl in der Kirche“ wurden zwischen 1985 und 1995 knapp 2.000 Menschen durch das Kirchenasyl vor der Abschiebung bewahrt; für rund 80 Prozent        von ihnen sei der Aufenthalt in Deutschland legalisiert worden.

       Die Kirchen wehren sich gegen überzogene Auslegungen des Begriffs „Kirchenasyl“. Sie wollen diese Praxis als Gewissens-entscheidung der einzelnen Gemeinden verstanden wissen, die sie nach        Ausschöpfung aller rechtlichen Möglichkeiten treffen und für die sie die Verantwortung übernehmen   müssen.

Wir sind Kirche und wollen hiermit die Gewissensentscheidung der Schwester Juliana Seelmann unterstützen.

Weitere Infos zu Kirchenasyl: https://www.kirchenasyl.de

 

II

Das hat die franziskanische Schwester Juliana Seelmann aus der Klostergemeinschaft der Oberzeller Franziskanerinnen getan, indem sie zwei Frauen aus Nigeria Kirchenasyl gewährte. Dafür ist sie vor wenigen Tagen zu einer Geldstrafe von 600€ verurteilt worden. Sie legt Berufung ein.

 

III

Vielleicht können wir uns da einbringen und einen solidarischen Brief schreiben? Ja, das haben wir gemacht. Hier ist er:

Liebe Schwester Juliane,

mit Betroffenheit haben wir von Ihrem „Fall“ und Ihrer Verurteilung erfahren.

Wir, das ist eine offene franziskanische Gruppe (u.a. OFS Heidelberg), die sich einmal im Monat in Viernheim trifft. Ausgangspunkt sind meistens franziskanische/klarianische Texte,  die wir in unsere Gegenwart übertragen, um uns anschließend zu fragen: Was bedeutet das für uns? Was können wir tun?

Erst einmal danken wir Ihnen für Ihr so gelebtes franziskanisches Engagement für Flüchtlinge! Es ist uns ein Mut machendes Beispiel.

Dann möchten wir Ihnen mit diesem Brief unsere Geschwisterlichkeit ausdrücken, die Dir, liebe Sw. Juliane, hoffentlich gut tut.

Last but not least sind in heutigen Zeiten die finanziellen Mittel oft knapp. So möchten wir Sie und Ihr Kloster auch monetär unterstützen und Ihnen 600 €, ihr Strafmaß, überweisen.

Ihnen und Ihrer Gemeinschaft wünschen wir Frieden und alles Gute!

 

Wer unser Anliegen unterstützen mag, kann dies gern mit einem Geldbetrag (bis zum 30. 6.2021) auf das Konto Kristin Wolz, GLS Bank tun. 

IBAN: DE09 4306 0967 6048 1109 00                                     Stichwort: Spende für Schwester Juliane  

Sollte der Betrag 600 € übersteigen, würden wir den Überschuss an die Franziskanische Missionszentrale (https://franziskaner-helfen.de) überweisen. Allen Beteiligten ein herzliches DANKE!

 

Unser nächstes Treffen ist für den 28. August geplant. Thema: Die Bundestagswahlen in Deutschland mit franziskanischem Weitblick betrachtet. Wir wollen uns über die Parteiprogramme austauschen.

 

Gäste sind immer willkommen.

                                   Kristin Wolz, OFS

 


                                         

 

                                                   














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