https://www.eine-welt-shop.de/?sPartner=wolzwebkatalogfairfood0020 τ Franziskanisches | wolzArt | Dr. Herbert Wolz

τ Franziskanisches


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36. Nachlese vom Treffen der Offenen Franziskanischen Gruppe am 16.2.2019

I

Damiano Kreuz

 Das Damiano-Kreuz wird uns durch das Jahr begleiten und unsere Treffen eröffnen wir mit Gedanken, Informationen oder Themen dazu.

Eine wichtige Quelle:  Kreidler-Kos/Kuster: Christus auf Augenhöhe. 2009. 2. Aufl.

Es werden dann nur Seitenzahlen genannt.

- Das Kreuz ist 2,10 m hoch und 1,30 m breit.

- Die Kreuzikone entstand im 12. Jahrhundert. Eberhard fügte hinzu, dass die fünf Figuren unter dem  Kreuz Jesu’ für Amor, Caritas, Pietas, Studium und Offizium stehen können. Wir werden dem weiter nachgehen.  

- Kreuze über Altären gibt es seit dem 5. Jahrhundert:

(S.15) „Die ersten vier Jahrhunderte hüteten sich davor, Christus am Marterkreuz darzustellen. Zu schockierend war die Botschaft in einer Kultur, die das Grauen des Kreuzes noch in seiner schrecklichen Realität kannte.“

- Vom 6. – 9. Jhdt. steht Jesus aufrecht am Kreuz, lebendig und mit offenen Augen, siegreich. Das Herz liegt in der Mitte, wo sich sich Horizontale und Vertikale treffen. Diese Haltung ist charakteristisch für byzantinische Hofkunst, die von Syrien ihren Ausgang nimmt. Das Damiano-Kreuz steht in der syrischen Tradition (nach Johannes-Evangelium). In späteren Kreuzdarstellungen vom leidenden Jesus wird der Kopf an die Stelle des Herzens rücken.

- Seit dem späten 6. Jhdt. lebten Mönche des orientalischen Ritus in Umbrien.

(S.18) „Vom Bilderstreit in der Ostkirche vertrieben, gründen syrische Mönche  auch im Rietital zahlreiche Kolonien. Ihre Ikonenkultur hat die regionale Kunstproduktion nachhaltig beeinflusst.“

- Was ist eine Ikone? „Erst im Halbdunkel einer Kirche entfaltet eine Ikone mit ihren Goldtönen und Farben die Kraft ihrer Sprache.“

- Eine Ikone will Fenster sein, Zeichen im Hier, das von Unaussprechlichem kündet.  

                                                  

II

Wir freuen uns, wenn unsere Gedanken und Themen andere ansprechen – und laden gern die Lesenden dieser Zeilen ein, sich am Thema „Kreuz“ zu beteiligen.

 

Gedanken und Meditation von Margarete Müller, OFS (Offenburg)

 

Paulus, der Diener Christi  schreibt im Brief 1.Korinther 1,23 : „Das Kreuz Christi für Juden eine Ärgernis, den Heiden eine Torheit, die Griechen fragen nach Weisheit. Wir, die Diener Gottes predigen Christus den Gekreuzigten.“ 

Treffend und sicher wie Paulus die Botschaft vom Kreuz interpretiert! Von Christus dem Gekreuzigten sprechen, damit tut sich ein Christ in heutiger Zeit schwer. Mir würden die Worte fehlen, wollte ich gebührend davon sprechen, würde mich jemand danach fragen.

Für mich ist aber gewiss: Das Ende Jesu am Kreuz ist die Konsequenz eines Lebens, das nicht der Versuchung der Gewalt erlegen ist.

Ich möchte Jesus nicht allein durch die "Kreuzesbrille" sehen, sondern als Konsequenz eines Lebens, das die Liebe und Gerechtigkeit seines Vaters bezeugte.

 

Meditation

 

Es ist nicht alltäglich, dass wir uns um ein Kreuz stellen.

            Wir sind es eher gewohnt, daran vorbei zu gehen.

Ein Kreuz kann aufdringlich werden, unangenehm.

            Vielleicht meldet sich ein schwer zu beschreibendes Gefühl.

Schauer vor dem Unheimlichen, Schauer vor dem Karfreitag.

Verlegenheit: Mit dem Kreuz lässt sich nichts Rechtes anfangen.

            Solange wir gesund sind, sollten wir lieber nicht vom Kreuz reden.

Kreuz - das ist der Inbegriff von Leid , Not und Tod, von Scheitern und Untergang.

Andererseits:

Ein Kreuz gehört zur Ausstattung eines Hauses, ist Blickfang und Zierstück,

in unseren Kirchen, um unseren Hals.

            Das Kreuz, Zierstück nach außen, innerlich verdrängt,

            dennoch Realität in unserem Leben.

 

III

Kreuze, die uns begegnen/begleiten

Für Peter ist das Aufrecht-Sein Christi am Kreuz wesentlich: Welche Stärke und welche Kraft strahlt er, der auferstehen wird,  aus! Daran kann sich auch Peter aufrichten.

Maria hat ein „Kreuzle“ an ihrem Halsband hängen, das eine Friedenstaube in der Mitte hat. Maria sieht darin eher den Heiligen Geist, der sie begleitet und ab und zu auch „anschubst“.

Kristin brachte eine Fotografie von einem Kreuz aus der Martinsschule Ladenburg mit, das sie an die von Herbert und ihr initiierten Puzzle-Kreuze erinnert (in Ladenburg gibt es zwei in den Kirchengemeinden, eines in einer Grundschule; in Arcalena und in Viernheim....

Es steht sehr zentral mit seinen Leuchtfarben in der Schule für Körperbehinderte. Zehn Jahre ist es  mindestens dort, so dass alle angesprochenen Lehrer*innen nicht mehr wissen, wer es gemacht hat. Seit so vielen Jahren gehen, fahren Schüler*innen daran vorbei. Ob sie es wahrnehmen, betrachten, bestaunen?

Nebendran steht ein Spiegel mit einer goldenen Pappkrone, die aufgesetzt werden darf. Zettel liegen dort, die sagen: „Wir sind alle Gewinner.“ „Ich bin nicht behindert, ich bin gut!“ „Keine Sonderbehandlung!“

An diesem besonderen Platz finden auch die Trauerfeiern um verstorbene Schüler*innen statt, und ein Baum im Garten ist ein Erinnerungsbaum mit Holztäfelchen, auf denen die Namen geschrieben sind. 

                                                                       Kristin Wolz, OFS

 

 

Unser nächstes Treffen findet am 9. März um 16 Uhr im PJG Viernheim statt.

 

 


                                                        

 

                                                                   

 


 

                                                                    

 

 


 


                                                                                            







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