https://www.eine-welt-shop.de/?sPartner=wolzwebkatalogfairfood0020 τ Franziskanisches | wolzArt | Dr. Herbert Wolz

τ Franziskanisches


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Sommergedanken aus der Hitze

 

Im Internet stieß ich auf die Zeitschrift: Jesuiten 2019/1. Ausgabe März. ISSN 1613-3889, die „ABERgeister“ zum Thema hat.

Abergeister – an diesem Wort bleibe ich hängen.

Aus dem Heft erfahre ich, dass der Theologe Fridolin Stier damit das Wort „Dämonen“ aus dem Neuen Testament übersetzt.

Und im Editorial (S.1) heißt es:

„Abergeister gehören zu unserem Leben. Sie auszutreiben, ist schwierig. Einfacher ist es, mit ihnen umgehen zu lernen und sie auf diese Weise zu entzaubern.“


Gerade in diesen heißen Sommertagen schießen meine Abergeister aus dem Boden:


Wenn es nicht so heiß wäre, könnte ich geduldiger sein...

- beim Auto fahren

- beim Warten in der Schlange an der Kasse

- beim Kochen

- mit mir, weil mich die Hitze lähmt und ich längst nicht das schaffe, was                                     ich schaffen wollte

- und mich mehr bewegen und weniger essen ….

und das sind nur die kleineren Abergeister des Alltags. Ganz zu  schweigen von meinen Launen, Resignationen, Unruhen,            Zweifeln und Ängsten.

ABER wie soll ich diese Geister entzaubern?

Bin ich nicht schon auf einem ganz guten Weg? Ich halte inne.             Ich betrachte sie. Mache sie zum Thema. Stelle mich meinen Unruhe-geistern. Frage, wohin sie mich treiben wollen. Und lege mich in den heißen Mittagsstunden ins Bett!

Damit sage ich ihnen den Kampf an.

Ausgeschlafen, wenn auch verschwitzt, nehme ich sie in die Klemme:

Ist mein Pflichtprogramm nicht selbst gewählt?

Muss ich wirklich kochen? Reicht nicht eine Schüssel voller Salat?

Brauche ich das Auto wirklich? Kann ich Besorgungen auf andere Tage verschieben?

Ich hole mir ein großes Glas Wasser, lege mich mit einem Buch, das ich schon lange lesen wollte, auf die Couch und lese mich voll!

Am späten Nachmittag stehe ich zufriedener auf und danke den guten Geistern, die mir mein Alter und meine Grenzen zeigen,                    ABER auch die Freiheiten, die das mit sich bringen kann.

Ich dusche halb warm/kalt und denke: Früher hast du ganz kalt geduscht. 

ABER die Zeiten sind vorbei. Jetzt reicht’s so.

Tja, es gibt eben auch die positiven „ABERgeister“. Ich brauche nicht allein kämpfen!

                                     Kristin Wolz

 


Nächstes Treffen am 7.September im PJG Viernheim













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