https://www.eine-welt-shop.de/?sPartner=wolzwebkatalogfairfood0020 τ Franziskanisches | wolzArt | Dr. Herbert Wolz

τ Franziskanisches


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59. Nachlese des offenen franziskanischen Treffens August/September

Thema: Bundestagswahlen 2021 aus franziskanischer Perspektive.

 

I

Franziskus’ Haltung gegenüber der Natur ist im Sonnengesang ausgedrückt. Er fühlt sich mit allen und allem verbunden und lobt Gottes Schöpfung.

 

Seine Brüder dürfen nichts besitzen, sie dürfen keine Tiere halten und sollen auch nicht auf Pferden reiten.

 

Er warnt an mehreren Stellen vor dem Geld (z.B.8 Kap., NbReg), „denn Geld oder Münzen dürfen für uns keinen größeren Nutzen haben, und wir dürfen sie nicht höher schätzen als Steine.“

Er selbst lebte von Almosen. Seinen Besitz hat er an die Armen verschenkt.

 

Franz von Assisi kam nicht als Soldat nach Ägypten zum Sultan Al-Kamil, sondern als Missionar. Er wollte den muslimischen Herrscher Sultan Al-Kamil zum Christentum bekehren und Frieden schaffen. Sie redeten respektvoll miteinander.

 

II

Exemplarisch lasen wir Zusammenfassungen von Wahlprogrammen verschiedener Parteien zum Thema „Klimaschutz“, „Außenpolitik“, „Soziale Sicherung“.

 

Es beißt die Maus keinen Faden ab. An Franziskus’ Messlatte kommen „Die Grünen“ und „Die Linke“ am ehesten heran. Werden wir sie wählen? Was hindert uns daran, wenn doch „Fakten“ auf dem Tisch liegen?

 

So eine Wahl – das zeigt sich in diesem Wahlkampf ganz besonders – wird nicht durch Sachthemen und dem Ringen um sachgemäße/objektive/gesellschaftsfördernde Lösungen gewonnen. Da werden „weiche Daten“ bevorzugt. Kandidaten werden unter die Lupe genommen. Auf ihr Engagement, ihr Auftreten, ihre Werbewirksamkeit kommt es an. Diskussionen werden auf allen öffentlichen Kanälen geführt. Konkurrenzen aufgezeigt, um Vertrauen bei den Wähler*innen geworben (alle Register gezogen), auf Traditionen verwiesen....

 

III

Wir, die wir uns bei den Treffen begegnen, sind größtenteils in die Jahre gekommen. Unsere aktive Zeit im Beruf ist vorbei. Wir beschäftigen uns mit politischen Themen, wissen aber um unsere weniger werdende Kraft und damit um unsere geringeren Einflussmöglichkeiten. Stimmt das?

Wenn wir an „weiche Daten“ denken, gibt es für uns noch viel zu tun. Wir gehen nicht nur zur Wahl, wir ändern die Welt auch, indem wir ins Theater gehen, Konzerte anhören, Bücher lesen, an Messen teilnehmen, beten, an vielen Stellen aktiv helfen (in der Familie, in der Nachbarschaft, bei einem Verein, einer Institution...). Denn unsere Innenwelt ist mindestens so wesentlich wie unsere Außenwelt. Gute, kreative, positive Ideen, Gedanken, Gefühle ändern uns und damit die Welt.

 

Fazit:  Wenn alles und alle miteinander verbunden sind, ziehen wir an stabilen Fäden in diesem großen, wunderbaren Netzwerk mit unserer Freude, unserer Empathie, unseren Gesprächen und unserem Handeln. Wir gehen wählen, weil wir hier in Deutschland frei wählen dürfen.

 

Unser nächstes Treffen wird am 30.Oktober 2021 um 16 Uhr im Gemeindehaus der St. Marienkirche sein. Thema: Wohin geht unsere Kirche? 

Gäste sind willkommen!

                                                               Kristin Wolz, OFS

 

 


 


                                         

 

                                                   














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