https://www.eine-welt-shop.de/?sPartner=wolzwebkatalogfairfood0020 τ Franziskanisches | wolzArt | Dr. Herbert Wolz

τ Franziskanisches


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57. Nachlese des offenen franziskanischen Treffens am 22.5. 2021

Mach’s doch wie Gott, werde Mensch.

I

Evangelium Joh 14, 15 -27

II

Dreifaltigkeit. Trinität. Eines der schwierigsten Themen in der Religionsgeschichte sowie im persönlichen Glaubensleben. Wie schwer ist es, sich keine Bilder von Gott, Jesus und dem Heiligen Geist zu machen. Wie beglückend, dass unser Glauben auf Dialog basiert. Wie wunderbar, dass Gott Mensch geworden ist, damit wir ein Modell haben. Wie reich beschenkt sind wir, dass uns einer zur Seite steht. Der Heilige Geist. Deshalb feiern wir Pfingsten.

Es ist für uns nicht zu fassen, dass ein höchster, glorreicher Gott , wie Franziskus ihn im Gebet vor dem Damianokreuz anspricht, in jedem Menschen ist. Da können Berge versetzt werden.  In ihm allein sieht Franziskus das Gute. Ihm gewährt er dieses Adjektiv. Sonst keinem.

 

Das 2007 erschienene Buch von  William Paul Young. Die Hütte. 2010 (30 Millionen Mal verkauft) präsentiert  Gott, Jesus und Heiliger Geist sehr anders! Es ist eine bewegende Geschichte, die vom Versöhnen und Aussöhnen handelt.

Zu Pfingsten passend, weil dieser Text das Trinitätsthema überraschend anders beschreibt. Anregend und bedenkenswert!

Mack, der Ich-Erzähler, wird von Gott in eine Hütte eingeladen. Vor der Hütte begegnet er Verkörperungen der drei Personen der Dreieinigkeit. Gott der Vater erscheint als fürsorgliche Afroamerikanerin, die sich von ihm „Papa“ nennen lässt und in der Küche arbeitet. Jesus ist ein hebräischer Handwerker, der oft in seiner Werkstatt zu tun hat, und der Heilige Geist ist eine asiatische Frau mit Namen Sarayu („Wind“), die sich um den Garten kümmert.

Hier ein Zitat zum Heiligen Geist, dem/der  Mack hier das 1. Mal begegnet:

Mack versuchte erneut, die asiatische Frau anzusehen. So weit er sagen konnte, war diese drahtig wirkende Person vermutlich chinesischer, nepalesischer  oder monogolischer Herkunft. Es war schwer zu sagen, weil seine Augen Mühe hatten, sie überhaupt deutlich wahrzunehmen. Nach ihrer Kleidung zu urteilen, arbeitete sie offensichtlich als Hauswirtschafterin oder Gärtnerin. Sie trug Handschuhe am Gürtel, keine schweren Arbeitshandschuhe, sondern leichte aus Stoff und Gummi, wie Mack sie selbst bei Gartenarbeit benutzte. Ornamente zierten ihre einfache Jeans, und auf ihrer Bluse leuchteten gelbe, rote und blaue Tupfen. An den Knien war ihre Jeans schmutzbedeckt, weil sie offenbar bei der Arbeit auf dem Boden gekniet hatte. Aber er nahm das alles nur unscharf wahr, sah die Frau nie wirklich deutlich, denn ihre Erscheinung hatte etwas Flüchtiges. Schemenhaftes. 

III

Beten ist eine Form des Dialogs. Wir bedenken die Situationen in vielen Ländern, besonders im Nahen Osten in diesen Tagen. Wie viele Kriege gibt es auf der Welt!  Es gibt einen Satz, der einen wesentlichen Pfingstgedanken zusammenfasst:

Mach’s doch wie Gott, werde Mensch.

Beten wir das Friedensgebet mit, in und zu unserem Beistand, dem Heiligen Geist, wann immer wir können. In franziskanischer Verbundenheit mittwochs zwischen 18 und 20 Uhr.

 

 

Ökumenisches Friedensgebet                                                        2021    Gebet für ein Ende                                                                 von Gewalt und für Frieden


Du gütiger, barmherziger und liebender Gott und Vater,

als deine Kinder und in verschiedenen Religionen

beten wir Menschen zu dir.

Du hast uns aufgegeben,

so zu leben und zusammenzuarbeiten,

dass dein Reich auf unsere Erde komme.


Mache uns zum Werkzeug deines Friedens,

indem wir zum Wohle aller zusammenwirken.

Säe aus in uns deine Liebe zu allen Menschen.


Nimm den Geist der Spaltung von uns, 

und schenke uns Einigkeit in deiner Liebe.

Nimm die Dunkelheit des Hasses

und den Geist der Feindseligkeit von uns fort. 


Schaffe in uns Verständnis und

gegenseitigen Respekt,

ungeachtet der Unterschiede

zwischen uns Menschen,

Völkern und Religionen.


Lass dein göttliches Licht

in unserem Leben sichtbar sein,      

wie auch im Leben aller,

denen wir begegnen.


Wecke in meinem Herzen

ein neues Gefühl der Ehrfurcht

  vor allem Leben.

Gib mir Einsicht, in jedem Menschen

die Spuren deiner Göttlichkeit zu erkennen,

wie auch immer er sich mir gegenüber        

verhalten mag.


Mache das Unmögliche möglich,

und lass mich meinen Teil dazu beitragen,

den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen,

weil ich erkenne, dass Frieden mit mir beginnt.


Gott! Zeige uns die Wahrheit

und nichts als die Wahrheit.

Gib uns Mut, ihr zu folgen. 


Amen.

       Kristin Wolz, OFS

 

Das nächste Treffen findet am 12. Juni um 16 Uhr statt.

                                         

 

                                                   














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